Renate Pfeifer
Virtuelle Assistenz
Wie wichtig das Muttersein ist
In meinem Beitrag Freilernen oder doch lieber Schule? habe ich zum Abschluss ein paar Fragen gestellt, die die ersten Lebensjahre eines Menschen betreffen.
Hierzu habe ich vor einiger Zeit einen wunderbaren Telegram-Kanal gefunden:
https://t.me/MutterschaftLieben
Laura heißt die Mutter von zwei Söhnen, die all ihre Erfahrungen und Erkenntnisse zur Begleitung von jungen Menschen (nicht Erziehung) in kurzen, dennoch aussagekräftigen und inspirierenden Beiträgen teilt – teils auch in Sprachnachrichten.
Sie spricht also von Situationen, die sie mit ihren eigenen Söhnen erlebt hat und erlebt. Dabei zeigt sie auf, welches Denken, welche Herangehensweise einen jungen Menschen nicht begrenzt, sondern in seinem Wesen stärkt – und gleichzeitig Mütter (und Väter) in mehr Gelassenheit und Vertrauen kommen.
Passend zum Thema Schule will ich hier einen Beitrag von Laura teilen, welchen sie am 20.03.2025 auf Telegram veröffentlicht hat:
Gestern war ich mit meinem Sohn in der Grundschule vor Ort, um ihn dort anzumelden. (Auch wenn er dort nicht hingehen wird).
Wir mussten mit der Lehrerin in ein Klassenzimmer, in dem sie meinen Sohn ganz genau unter die Lupe genommen hat ;).
Sie begann ihn aufzufordern, einige Spiele mit ihr zu spielen, um seinen Wissensstand in verschiedenen Fächern abzufragen… Er war nicht im Kindergarten und wir haben ihn auch nie unterrichtet und ich muss ehrlich zugeben, ich war erstaunt darüber, wie leicht ihm die Aufgaben in „Rechnen“ und „Geschichten sortieren“ fielen. Erstaunt war ich vor allem, weil er so eine Art der Aufgabenstellung eben zuvor nicht kennen gelernt hatte.
Er war so aufmerksam und konzentriert. Wir konnten richtig beobachten, wie er die Materie durchdrang und die Aufgaben total souverän löste.
Ich erwähne das, weil ich denke, dass das natürlich ist und überhaupt nicht besonders.
Er hat eben seiner Natur entsprechend die letzten Jahre, aus reiner intrinsischer Motivation, all diese Kenntnisse erlangt.
Und es fiel ihm so leicht,diese Aufgaben umzusetzen ohne Stress, eine Erwartung erfüllen zu müssen, weil es für ihn noch nie daran geknüpft war. Es war schön zu beobachten, wie frei er von der Bewertung und Erwartung war!
Dann wollte sie noch, dass er etwas ausmalt und ihr die Farben der Stifte nennt. Das wollte er aber nicht… 😉
Ich hatte den Eindruck, er wurde zum Objekt ihrer Vorstellung eines jungen Menschen, seines Alters. Sie war aus ihrer Perspektive ganz ehrlich, freundlich, aber aus meiner Perspektive und nach meinen Werten war sie diskriminierend.
Sie reduzierte ihn auf eine Zahl, die seines Alters.
Wer das Interview mit Bertrand Stern und Chris Fader gesehen hat, hat gesehen, dass Interesse und Wissen an einer bestimmten Sache nicht an ein Alter gebunden sind. Bertrand Stern erwähnt, dass es beispielsweise 13-jährige mit Doktortitel in Harvard gibt.
Lasst uns unsere Nachkommen nicht mehr begrenzen, lasst sie uns befreien von diesen einengenden Konzepten, die wir über die Kindheit haben.
Und ganz ehrlich, ich weiß selbst manchmal nicht wie, ich bin selbst so sehr geprägt von Misstrauen und Bewertung… Aber ich habe mich entschieden, absolutes Vertrauen in meine Söhne zu haben und traue ihnen alles zu und wenn sie „scheitern“, ist das ihre Erfahrung und nicht meine Erwartung.
Ich werde immer davon ausgehen, dass sie alles schaffen und lernen können, was sie möchten, ICH werde sie nicht begrenzen!
Alles Liebe,
Laura
Mit ihrem Wirken zeigt Laura, wie ein junger Mensch sich frei entfalten kann – UND sie zeigt auf, wie heilend junge Menschen für Mutter und Vater sind.
UND ihre Beiträge machen klar:
- wie wertvoll, wichtig, lebendig die Mutterschaft (und auch Vaterschaft) ist!
- dass sich keine Mutter „schämen“ muss, „nur“ Mutter zu sein!
- dass Mütter erkennen, dass sie den wichtigsten, schönsten „Job“ auf der Welt haben!
- dass Mütter wieder lieben, Mütter zu sein!
Es ist wichtig, unsere Gesellschaft und ihre Denkweisen zu hinterfragen und dabei zu erkennen, dass ein nachhaltiger, stabiler Wandel in erster Linie über die jungen Menschen passiert. Solch ein Wandel kann bereits eine Generation später große Früchte tragen!
Nebenbei und indirekt können Lauras Beiträge „erwachsenen“ Menschen helfen, sich selbst besser zu verstehen und auch Blockaden, Glaubenssätze und Traumata bei sich selbst zu erkennen. Und diese kann Mensch dann lösen – entweder allein oder mit Unterstützung einer Kinesiologin oder anderen Möglichkeiten.
Wer mehr über Laura und ihr Wirken erfahren will: Mutterschaft Lieben und wie o.g. genannt auf Telegram.
