Blog - Schriftliche Kommunikation - Renate Pfeifer

Schriftliche Kommunikation

Wie formuliere ich ein Schreiben?
Vielen Menschen fällt die schriftliche Kommunikation mit Unternehmen oder Behörden schwer – vor allem, wenn es sich um einen Konflikt handelt. Dies kann ich sehr gut nachvollziehen.

Wie ich die schriftliche Kommunikation lernte

Als ich meine Berufsausbildung zur Bürokauffrau vor über 20 Jahren begann, fehlte mir die Erfahrung in der schriftlichen Kommunikation mit Unternehmen und Behörden. Ich war schlicht nicht in der Lage, ein gescheites Schreiben zu erstellen, in dem ich vor allem souverän, sachlich und klar mein Anliegen formuliere.

Und bezüglich Rechte hatte ich überhaupt keinen Plan oder gar den Gedanken, ich könne mich selbst einlesen, bilden. Ich war der Meinung, dass ich für alles einen Rechtsanwalt brauche oder schlicht „wehrlos“ bin. Doch mein Ausbilder lebte es mir vor. Damals war es schwieriger als heute, mit all den Internetangeboten und somit Möglichkeiten, meine Rechte in unterschiedlichen Bereichen zu erfahren – Gesetze, Urteile und Erfahrungen anderer hierzu zu finden.
Natürlich sind Rechtsanwälte wichtig und können sehr gut Rechte durchsetzen, sie haben sich hierzu ein enormes Wissen angeeignet – doch es braucht sie nicht bei jeder Herausforderung, das ist meine Erfahrung. Und nicht bei jeder Herausforderung ist das Wissen um konkrete Gesetze und Urteile notwendig.

Ein bewehrtes Mittel in der Kommunikation ist bspw. folgende Frage zu stellen:
„Was ist die rechtliche Grundlage für Ihre Aussage/Forderung?“. Immer wieder werden Aussagen von Unternehmen und Behörden gemacht, die schlicht keine rechtliche Grundlage haben.
Bei dieser Frage müssen und werden sie i.d.R. antworten – und dabei kannst Du etwas lernen und bekommst Hinweise auf Gesetze, konkrete Paragraphen.
Oder Du bekommst Recht und die Sache hat sich in Deinem Sinne erledigt. So einfach kann es manchmal gehen.

Bereits in den ersten Wochen hat mir mein Ausbilder Geschäftsbriefe sowie Klagen und Klageerwiderungen Wort für Wort diktiert.

Nach wenigen Wochen nannte er nur noch Eckpunkte und ich musste selbst formulieren.
Irgendwann habe ich komplett selbstständig Schreiben erstellt. Es entwickelte sich ein Muster – eine Struktur – über Beginn, Mitte und Ende eines Schreibens. Sätze und Worte prägten sich ein – und kamen mir immer leichter über die Finger.

Heute

Mittlerweile kann Mensch mich nachts wecken und ich verfasse in kurzer Zeit ein Schreiben – auch bezogen auf Konflikte und komplizierte bzw. komplexe Sachverhalte. Hier gehe ich richtig auf. Warum? Weil ich immer wieder erkenne, wie wunderbar Konflikte mit einer richtigen Kommunikation gelöst werden können und dabei Menschen geholfen werden kann – das mit Sachlichkeit und Klarheit.

Grundlage ist dabei meine innere Haltung: nicht in den Kampf zu gehen und immer mein Gegenüber als Menschen wahrzunehmen.

Es ist schön zu wissen, dass ich meine Rechte so wahren kann, ohne „einzuknicken“ oder für jede Herausforderung einen Rechtsanwalt zu konsultieren.

Auch konnte ich Familienmitglieder unterstützen, die Auseinandersetzungen mit Behörden oder Unternehmen hatten und sich weder auszudrücken wussten, noch entsprechendes Wissen bezüglich ihrer Rechte hatten. Diese Unterstützung machte mir Freude, weil ich ihnen gleichzeitig half, Ängste abzubauen und ihre Möglichkeiten zu erkennen – sie wurden selbstsicherer und mutiger, auch im Hinterfragen von vermeintlich festgelegten Gegebenheiten. Und noch heute habe ich Freude daran.
Manche lernten so, selbstständig und souverän Schreiben zu verfassen.

Meine beruflichen, aber auch privaten Erfahrungen haben mir klar gezeigt: Es gibt keine Probleme – nur Herausforderungen, denen ich mit lösungsorientiertem Denken und Handeln begegne. Es gibt immer einen Weg!

Wenn auch Du Unterstützung bei der schriftlichen Kommunikation brauchst – ob als Privatmensch, Verein oder Selbstständiger – kontaktiere mich gerne.

Wichtig

Ich leiste keine Rechtsberatung! Sondern ich erläutere lediglich klar und ehrlich meine umfangreichen beruflichen und privaten Erfahrungen. Du entscheidest letztlich, welchen Weg Du gehen willst. Je nach Fall ist es natürlich ratsam, einen Rechtsanwalt zur Rate zu ziehen – dies werde ich dann auch klar kommunizieren; bspw. wenn eine Klage vorliegt oder droht.


Bild: https://www.freepik.com/free-photo/cropped-photo-attractive-young-man-office-working_8076236.htm

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ReNate
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